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Suchtvorbeugungstage 2016

„Wir essen nicht mehr zusammen. Wir sprechen nicht mehr miteinander. Was soll ich machen?“ Fragend wandte sich die verzweifelte Mutter von dem Computersüchtigen Benny an das junge Publikum. Die Hilflosigkeit der Mutter konnten die Schülerinnen der drei achten Klassen in der Aula der Schönstätter Marienschule gut nachvollziehen. Sie suchten nach Auswegen.
Im Rahmen der Suchtvorbeugungstage für die achten Klassen hatte die Schule die Theatergruppe „theaterspiel“ aus Witten eingeladen. Die Schauspieler um die Theatermacherin Beate Albrecht zeigten ein Stück, das unter die Haut ging. Benny (Kevin Herbertz) verliert sich in seiner digitalen Welt. Zocken wird ihm wichtiger als die Probleme seines Freundes Tom (Alexander Weikmann) und die Beziehung zu Lara (Floriane Eichhorn). Selbst seine Mutter (Beate Albrecht) erreicht ihn nicht mehr und setzt ihn zum Schluss vor die Tür. - Harter Tobak für die jungen Zuschauerinnen. 
Im anschließenden Theatergespräch zwischen den Schülerinnen und den Schauspielern wurde die Problematik noch einmal aufgegriffen. Was passiert mit mir, wenn Laptop und Handy mein Leben bestimmen? Welchen Preis zahle ich? 
Die Abhängigkeit von digitalen Medien war nur eins der zahlreichen Themen mit denen sich die Achtklässlerinnen der Schönstätter Marienschule in der vergangenen Woche auseinandersetzten. An drei Tagen ging es in den Räumen des Jugendhauses um verschiedene Aspekte von Sucht und Abhängigkeiten. Alkohol und Schönheitswahn waren ebenso Themen, wie Smartphone-Sucht und Essstörungen. Aber immer ging es um die die Frage nach den Ursachen mit dem Ziel der Stärkung des Selbstwertgefühls. Der ehemalige Profiboxer Yahia Issaoun ließ die Mädchen ihre körperlichen Grenzen erfahren. Techniken der Selbstverteidigung stärkten Selbstbewusstsein.
Lehrerinnen und Lehrer hatten sich in die Thematik eingearbeitet und leiteten die Gruppen. Fachliche Verstärkung boten die Diplomsozialpädagogin Michaela Zoll, sowie Werner Rasch von der Fachstelle für Suchtvorbeugung und Kriminalhauptkommissar Meinolf Müller vom Kreis Borken. Svenja Niehues und Julia Schneider unterstützten als Mitarbeiter des Jugendhauses die Projektarbeit. Die Gesamtleitung der Suchtpräventionstage hatte Lehrerin Elisabeth Eiting.