Sozialpraktikum
Einen weiteren Baustein zum Konzept der Berufsorientierung setzte die Schönstätter Marienschule mit ihrem erstmalig durchgeführten Projekt „Sozialpraktikum“. Alle Schülerinnen absolvieren in der neunten Klassen ein Berufspraktikum in vielen ganz verschiedenen Berufen. Darüber hinaus nahmen 18 Schülerinnen im Rahmen der NRW-Initiative „Zukunft fördern. Vertiefte Berufsorientierung gestalten“ an dem Modul 10 „Sozialpraktikum“ teil. Hierbei geht es darum, Schülerinnen und Schülern das breite Spektrum beruflicher Möglichkeiten im sozialen und gesundheitlichen Bereich deutlich zu machen.
Ein halbes Jahr lang arbeitete das Team der Schönstätter Marienschule an diesem Projekt. 20 Stunden hatten die Mädchen in sozialen Einrichtungen zu absolvieren. Altenpflege, Heilerziehungsspflege, medizinischer Dienst, Physiotherapie, Logopädie, Rettungsdienst – sehr unterschiedlich waren die Möglichkeiten Erfahrungen zu sammeln. Jeder Einsatz verlangte Engagement und war neben den schulischen Anforderungen zu leisten. Viele Arbeitsstunden fanden deshalb in den Herbstferien statt. Zusammen mit ihren Lehrerinnen und Projektleiterinnen Anne Schemmer und Alexandra Hey trafen sie sich einmal wöchentlich in der Schule zur Teambesprechung. Zusätzliche fachliche Hilfe erfuhren sie durch Anna Engelbrechter vom DRK Borken.
Ein weiterer Teil des Projektes waren verschiedene Betriebserkundungen. Sie ermöglichten vertiefende Einblicke in ein Berufsfeld.
Besonderen Spaß machte den Schülerinnen der Selbsterfahrungs- und Abenteuer Workshop. Hier ging es darum eigene Team- und Kommunikationsfähigkeiten zu erproben. Ziel war es, die soziale Kompetenz als Voraussetzung für einen sozialen Beruf, zu fördern. Bei allen Einsätzen waren die Mädchen mit Begeisterung dabei.
„Es war anstrengend, aber es war eine tolle Erfahrung“ resümierten die Schülerinnen bei der Abschlussveranstaltung. An einem Elternabend in der Schule zeigten die Mädchen jetzt die Ergebnisse ihres Praktikums. Kompetent und mit etwas Stolz stellten sie Ihren Eltern und den Gästen in einer Power Point Präsentation die verschiedenen Berufsfelder vor, wobei sie besonderen Wert auf die Darstellung eigenen Erfahrungen legten.
Suchtprävention
„Jugendliche stark machen“ ist oberstes Ziel der drei Bausteine zur Suchtvorbeugung an der Schönstätter Marienschule.
Neben dem Anti-Raucher-Programm “Be Smart - Don’t Start” und dem Lions-Quest Programm “Erwachsen werden” sind die Suchtpräventionstage der achten Klassen ein wichtiger Schwerpunkt.
In der vergangenen Woche setzten sich die Schülerinnen drei Tage lang in der Schönstatt Au in sehr unterschiedlichen Workshops mit dem Thema „Sucht“ auseinander.
Dabei spannte sich der Bogen von Alkohol- und Nikotinmissbrauch über Schönheits- und Schlankheitswahn bis zur Computerabhängigkeit. Immer wieder ging es darum seinem Leben Inhalt zu geben und Freizeit sinnvoll zu gestalten. So entwickelte eine Gruppe virtuelle Karten mit der Botschaft „Du bist mir wichtig, ich bin mir wichtig“. Andere widmeten sich der Baustelle „Körper“ und schauten sich an, wie man in einer schönheitssüchtigen Welt überleben kann.
Lehrerinnen und Lehrer der Schönstätter Marienschule hatten sich in die Thematik eingearbeitet und leiteten die Gruppen. Fachliche Hilfe und Verstärkung boten Nina Tautz vom Jugendamt der Stadt Borken, Werner Rasch vom Kreis Borken und Schwester Doriett, Jugendschwester in der Schönstatt-Au.
Das Thema „Alkohol“ erhielt einen besonderen Nachdruck durch das Gastspiel der Wittener Theatergruppe „theaterspiel“ am vergangenen Mittwoch in der Aula der Schönstätter Marienschule. Ausdrucksstark konfrontierte das Team um Schauspielerin und Theatermacherin Beate Albrecht die Schülerinnen in dem Stück „Alkohölle“ mit den Auswirkungen des Alkoholmissbrauchs: Lena, 19, versteht die Welt nicht mehr, als ihre Tante Maxi den Werbeauftrag einer großen Spirituosenfirma ablehnt. Dabei hätten sie diesen Auftrag finanziell doch bitter nötig. Ein Streit entsteht und Lena erfährt nach und nach die Geschichte ihres verstorbenen Vaters. Diese ist jedoch alles andere als lustig, berührt zutiefst und bringt zum Nachdenken.
Im anschließenden Theatergespräch hinterließ Peter Peiseler, der den Vater darstellte, mit seinen authentischen Erzählungen über seine eigenen Erfahrungen als ehemals Alkoholabhängiger nachhaltige Eindrücke.
Am letzten Tag in der Schönstatt Au stellten alle Arbeitsgruppen in einer Präsentation auf der Bühne ihre Ergebnisse vor. Die Leiterin des gesamten Projekts Elisabeth Eiting wünschte den Mädchen in ihren abschließenden Dankesworten „ein Leben frei von Abhängigkeiten und Süchten“.
Schulfeiertag 2010 - Piano Fortissimo
Erwartungsvoll schauen die Schülerinnen der Schönstätter Marienschule auf die Bühne. Theater von taubstummen Kindern? Aber bereits nach dem Auftritt des ersten Akteurs war der Bann gebrochen. Ganz ungezwungen nahm der neunjährige Anton die Mädchen mit in seine Welt. Schnell lernen die Zuschauerinnen, dass Klatschen nicht gehört wird. Die Hände über dem Kopf zu schütteln bedeutet Beifall geben. Und so flogen während der ganzen Vorstellung die Hände immer wieder hoch.
Die fünf Akteure im Alter von neun bis fünfzehn Jahre gehören zum Ensemble des Gehörlosen-Theaters „Piano Fortissimo“. Anlässlich ihres Schulfeiertages, 12. September Mariä Namen, hatte die Schule die Gruppe eingeladen. Der Schulfeiertag begann für die Schulgemeinschaft mit einem Gottesdienst in der Remigiuskirche, den Weihbischof Wilfried Theising mit den Schülerinnen feierte. Anschließend fanden in der Schulaula zwei Vorstellungen der russischen Theatergruppe statt.
„Piano Fortissimo“ stammt aus Nischnij Nowgorod und gastiert anlässlich der Europäischen Kulturhauptstadt Ruhr 2010 in Essen und Umgebung. Die jungen Akteure brauchten keine Worte um sich auf der Bühne zu verständlich zu machen. Behutsam oder überschwänglich, zart oder kraftvoll, aber immer ausdrucksstark und mit hoher Intensität erzählten sie ihre kleinen Geschichten. Ihre stummen Inszenierungen waren voller Poesie, Zauber und Lebendigkeit. Phantasievoll bewegten sie sich improvisierend zur Musik, Töne, die sie nicht hören können. Schnell verstanden es die Darsteller die Schülerinnen in ihr faszinierendes Spiel mit einzubeziehen und so entwickelten sich ständige Interaktionen zwischen dem Publikum und den stummen Darstellern. Am Ende zeigten die Zuschauerinnen ihre Begeisterung mit Händen und Füßen.
Im Anschluss an die zweite Vorstellung gab es einen Bühnen-Workshop mit einer sechsten Klasse. Die Darsteller zeigten den Schülerinnen ihre Art sich auf der Bühne auszudrücken und ermunterten sie, mit ihnen die Bewegungen auszuprobieren. In einer Fragerunde erfuhren die deutschen Mädchen dann mit Hilfe von Dolmetschern in englischer Sprache und in Gebärdensprache etwas über das Leben in der russischen Gehörlosen-Schule.
Schulfest 2010 - 11. September 2010
Strahlende Gesichter, strahlender Sonnenschein und ganz viel Spaß. „So müsste Schule immer sein“, kommentierten Mädchen einer achten Klasse ihr Schulfest. Am vergangenen Samstag hatte die Schönstätter Marienschule zu einem großen Schulfest eingeladen. Der parkähnliche Schulhof der Schule wurde zur Festwiese. Für die zahlreichen Besucher hatten sich die Schülerinnen viel ausgedacht. Überall gab es Aktionen zum Spielen, Klettern, Toben, Springen, Schießen, Werfen und Ausprobieren. Besonders viel Spaß hatten die Mädchen beim lebenden Kicker-Turnier. Hier traten die Mannschaften jeder Klasse gegeneinander an und kämpften unter lautstarken Anfeuerungsrufen ihrer Klassenkameradinnen um den Sieg. In der Aula ging es dagegen etwas ruhiger zu. Bei Sketchen, englischem Theater und Tanzvorführungen konnten sich die Besucher von dem Trubel etwas erholen. So viele Aktionen machten hungrig und die Väter am Grill konnten den Andrang kaum bewältigen. Für Schleckermäuler gab es einen Schokoladenbrunnen und die Saftbar lud zum Probieren ihrer kreativen Mixgetränke ein.
In der neuen Mensa breitete sich ein Tortenbuffet aus, das so manches Kuchenherz höher schlagen ließ. Viele Mütter hatten für das Fest ihre schönsten Sonntagskuchen gebacken. Der neue Wintergarten kam für die Cafeteria zum ersten Mal zum Einsatz. Pünktlich zum Schulfest war der Anbau an der Mensa fertiggestellt worden. Das lichtdurchflutete Glashaus wird sicher in Zukunft ein Lieblingsplatz der Schülerinnen werden.
Zahlreiche ehemalige Schülerinnen hatten das Schulfest zum Anlass genommen ihre alte Wirkungsstätte wiederzusehen. „Bis hierhin ging unsere Schule als ich 1959 entlassen wurde“ zeigte eine ältere Dame und erinnerte sich genau an die alte Schuluhr im Flur, die es damals auch schon gab. Ansonsten sei von ihrer alten Schule kaum noch etwas wiederzuerkennen. Schülerinnen einer Klasse, die 1973 entlassen worden war, hatten das Schulfest zum Anlass für ein Klassentreffen genommen. Sie freuten sich besonders über die Anwesenheit ihrer alten Klassenlehrerin Schwester Irmtraut.
Bei so viel Andrang stimmte auch der Umsatz und die Schülerinnen dürfen sich wieder auf neues Schulmaterial freuen. Aber getreu dem Motto ‚geteilte Freude ist doppelte Freude‘ geht die Hälfte des Erlöses an eine soziale Einrichtung, die demnächst die Schulkonferenz aussuchen wird.
Abschluss 2010
Am Haus des Lebens weiterbauen wollen die Entlassschülerinnen der Schönstätter Marienschule.
Nach dem Gottesdienst in der Schönstattau, zelebriert von Kanonikus Jochen Kosmann, ging es zur feierlichen Überreichung der Zeugnisse in die Aula der Schule. Auch hier stand alles unter dem Motto: Baustelle. Auch Rektor Michael Grevenbrock sah in der Realschulzeit eine ‚Großbaustelle des Lebens‘! Hier führte die „SMS Bau GmbH“ Rohbaumaßnahmen bis hin zur Fachoberschulreife durch.“ Er erinnerte daran, dass Beton ein Baustoff sei und keine Köpfe füllen solle. Ferner wünschte er ihnen „ein Haus des Lebens mit eine großen Eingangstür, durch die viele Freunde ein und aus gehen können“. Für den Schulträger überbrachte die Provinzoberin Schwester Gisela Maria Mues die Glückwünsche. „Baut mutig an eurem Haus weiter“ forderte sie die Mädchen auf. Der Schulpflegschaftsvorsitzende Benedikt Kemper übermittelte die Glückwünsche der Elternschaft. Schülersprecherin Elena Bone gab ihr Amt an ihre Nachfolgerin Annika Böggering weiter.
Ein buntes Showprogramm aus Musik, Gesang und Tanz sorgte für einen stimmungsvollen Rahmen. Neben modernem Sound gab es diesmal auch klassische Töne. Das Bläserensemble spielte Stücke von Mozart und Purcell. Der lustige Sketch der Klasse 9a zeigte den Gästen, was an der Schulbushaltestelle so alles über die Lehrer erzählt wird und in einer Multimediashow sorgten sechs Jahre alte kurze Filmsequenzen aus der fünften Klasse für wehmütige Erinnerungen. Mit einem gelungenen Abschlussmedley verabschiedeten sich Schülerinnen des Zehner Musikkurses.
Klassenfotos
Was lange währt ...
Und hier nun sind unsere Klassenfotos des Schuljahres 2009/2010!
Tag der offenen Tür
Bereits in der Eingangshalle empfängt den Besucher der verführerischer Duft von Waffeln. Es ist Tag der offenen Tür an der Schönstätter Marienschule. Die Waffelbäckerinnen und Bäcker vom Förderverein sind dem Andrang kaum gewachsen. Überall wuseln Schülerinnen und wollen den Eltern der Grundschülerinnen ihre Arbeitsergebnisse zeigen. Die Viertklässler laden sie zum Mitmachen ein und so wird in vielen Klassen gemeinsam gebastelt und experimentiert. Im Raum der Textilgestaltung vermischt sich der Waffelduft mit dem Aroma zahlreicher ätherischer Öle. Hier ist die Nase fast überfordert. Den Puderzucker noch am Mund und schnell die Hände von Waffelresten befreit, dürfen die zukünftigen Schülerinnen Duftsäckchen füllen und dekorieren.
Überall gab es am Dienstagnachmittag etwas auszuprobieren oder selber herzustellen. Oft war die Hilfe der größeren Schülerinnen gefordert, die ihr Können natürlich gerne weitergaben. In der Engelwerkstatt wuchsen den kleinen Mädchen Flügel und er neue Schulchor lud zum Mitsingen ein.
Während sich die Kleinen lieber neugierig in die Steinzeithöhle begaben oder staunend dem lichterloh brennenden und doch nicht verbrennenden Taschentuch im Chemieraum zusahen, erhielten die Eltern von Schulleiter Michael Grevenbrock Informationen über die mögliche Schullaufbahn an der Realschule.
